18 Jahre darmstadtium: Darmstädter Kongresszentrum blickt auf erfolgreiche Entwicklung
Wissenschafts- und Kongresszentrum ist wichtiger Treffpunkt für Forschung, Wirtschaft und Kultur
Das darmstadtium – Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt feiert sein 18-jähriges Bestehen. Seit der offiziellen Eröffnung am 6. Dezember 2007 hat sich das Kongresszentrum zu einem zentralen Veranstaltungsort für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur in Darmstadt entwickelt.
Den Startschuss für das Projekt gab ein Magistratsbeschluss vom 19. Januar 2000, ein Haus für Wissenschaft und Kongresse zu errichten. Darmstadt war damals die erste Kommune in Deutschland, die ein Kongresszentrum in Kooperation mit einer Universität realisierte. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit der Technische Universität Darmstadt und mit Unterstützung des Landes Hessen.
„Das darmstadtium steht sowohl für die Wissenschaftsstadt Darmstadt als auch für den Wissenschaftsstandort Darmstadt – und damit seit 18 Jahren für Innovation und höchste Tagungsqualität“, erklärt Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Hanno Benz.
Rekordumsatz und mehr als 112.000 Gäste im Jahr 2025
Im Jahr 2025 erzielte das Kongresszentrum mit rund 6,5 Millionen Euro Umsatz den höchsten Veranstaltungserlös seiner Geschichte. Insgesamt fanden 169 Veranstaltungen mit 112.268 Gästen statt.
Trotz steigender Energiepreise und allgemeiner Kostensteigerungen konnte der städtische Betriebskostenzuschuss laut Betreiber bei 3,1 Millionen Euro stabil gehalten werden. Ein Teil dieser Mittel wird für den Kapitaldienst der Baukosten sowie für Investitionen genutzt. Außerdem fließen rund 240.000 Euro über Grundsteuer und Umlagen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt zurück.
Über 4.800 Veranstaltungen seit der Eröffnung
Seit 2007 wurden im darmstadtium mehr als 4.800 Veranstaltungen mit insgesamt rund 2,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern durchgeführt. Etwa 70 Prozent davon waren wissenschaftliche Tagungen, Kongresse, Seminare oder Sitzungen.
Auch internationale Unternehmensveranstaltungen spielen eine wichtige Rolle. Die Lage Darmstadts in unmittelbarer Nähe zum internationalen Flughafen Frankfurt macht das Kongresszentrum besonders attraktiv für internationale Meetings aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika.
Neben wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Veranstaltungen gewinnt auch der Kulturbereich wieder an Bedeutung. Die Zahl der Kulturveranstaltungen stieg von 16 im Jahr 2022 auf 39 im Jahr 2025. Gleichzeitig vervierfachten sich die Besucherzahlen in diesem Segment.
Nachhaltigkeit und digitale Infrastruktur als Markenzeichen
Ein besonderes Merkmal des darmstadtiums ist sein Fokus auf Nachhaltigkeit. Das Gebäude erhielt 2013 als erstes europäisches Kongresszentrum das DGNB-Zertifikat in Silber für nachhaltiges Bauen.
Darüber hinaus verfügt das Kongresszentrum über eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Eine direkte Anbindung an das Hochschulrechenzentrum und damit an den Internetknoten DE-CIX sorgt für eine besonders leistungsfähige Netzwerktechnik.
„In der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist uns Austausch wichtig. Sowohl die TU Darmstadt wie auch andere wissenschaftliche Institutionen nutzen daher gerne das darmstadtium als idealen Ort zum gemeinsamen Arbeiten und Netzwerken“, erklärt Tanja Brühl.
Netzwerk aus mehreren Veranstaltungsorten
Die Betreibergesellschaft des darmstadtiums verantwortet inzwischen mehrere Veranstaltungsstätten in Darmstadt. Seit 2014 gehört auch die Centralstation Darmstadt zum Verbund.
Seit 2019 wird zudem die Betriebsführung weiterer Veranstaltungsorte übernommen, darunter die Orangerie Darmstadt, das Bürgermeister-Pohl-Haus, der Ernst-Ludwig-Saal, das Justus-Liebig-Haus Darmstadt sowie der Zum Goldnen Löwen Darmstadt.
Gemeinsam bilden diese sieben Veranstaltungsorte einen Verbund, in dem jährlich mehr als 1.100 Veranstaltungen stattfinden.
(DARMSTADT – RED/PM)