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Akademie kehrt ins Große Haus Glückert zurück

Deutsche Akademie stärkt künftig wieder das UNESCO-Welterbe Mathildenhöhe

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wird nach Abschluss umfangreicher Restaurierungsarbeiten wieder ihren Stammsitz im Großen Haus Glückert auf der Mathildenhöhe beziehen. Einen entsprechenden Vertrag haben Oberbürgermeister und Kulturdezernent Hanno Benz, Stadtkämmerer André Schellenberg sowie Akademie-Präsident Ingo Schulze und Generalsekretärin Dr. Julia Cloot unterzeichnet.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat das denkmalgeschützte Gebäude umfassend restauriert, mit moderner Haustechnik ausgestattet und energetisch ertüchtigt. Künftig wird die Akademie neben dem Haus Olbrich auch wieder Räume im Großen Haus Glückert nutzen.

„Mit diesem Vertragsabschluss bekennen wir uns nicht nur zum Schutz und zur Pflege eines herausragenden Kulturdenkmals, sondern auch zu seiner lebendigen kulturellen Nutzung“, erklärte Oberbürgermeister Hanno Benz. Die Mathildenhöhe sei für Darmstadt „nicht nur museal, sondern ein Ort des Aufbruchs, der Auseinandersetzung und der Gegenwart“.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat ihren Sitz seit 1951 in Darmstadt und zählt zu den bedeutendsten literarischen Institutionen Deutschlands. Mit der Rückkehr ins Große Haus Glückert soll zugleich die Rolle des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe als Ort zeitgenössischer Kunst und Kultur weiter gestärkt werden.

Auch künftig sollen Teile des Gebäudes regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich sein – etwa am UNESCO-Welterbetag oder am Tag des offenen Denkmals. Darüber hinaus werden das Erd- und Kellergeschoss gemeinsam von Stadt und Akademie genutzt. Das Foyer steht künftig auch für kulturelle Veranstaltungen und städtische Empfänge zur Verfügung.

Das Große Haus Glückert wurde 1901 von Joseph Maria Olbrich für den Hofmöbelfabrikanten Julius Glückert entworfen und zählt zu den prägenden Bauwerken der Darmstädter Mathildenhöhe. Da das Gebäude den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden hat, besitzt es eine besondere historische Authentizität.

Stadtkämmerer André Schellenberg bezeichnete die Vertragsunterzeichnung als gelungenen Abschluss des Restaurierungsprojekts. Mit dem Wiedereinzug der Akademie werde das kulturell bedeutende Gebäude wieder seinem eigentlichen Zweck zugeführt.

Der unbefristete Vertrag unterstreicht nach Angaben der Stadt das Ziel, die Mathildenhöhe nicht nur als Welterbe zu bewahren, sondern sie auch als lebendigen Ort der Kultur, Bildung und Begegnung weiterzuentwickeln.

(DARMSTADT – RED/PSD/jdi)

Beitragsbild: Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung haben einen Vertrag über die Überlassung von Räumen im Großen Haus Glückert auf der Mathildenhöhe unterzeichnet. v.l.n.r. Generalsekretärin Dr. Julia Cloot und Präsident Ingo Schulze von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg von der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Foto: PSD