Darmstadt soll zum Deep-Tech-Standort Hessens werden
TU Darmstadt und IHK begrüßen Start-up-Strategie 2030 des Landes Hessen
Die Technische Universität Darmstadt und die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar begrüßen die neue Start-up-Strategie 2030 des Landes Hessen. Beide Institutionen sehen darin eine große Chance, Darmstadt als führenden Standort für technologieorientierte Gründungen weiter auszubauen.
Die Strategie des Landes sieht für Darmstadt künftig insbesondere die Schwerpunkte Deep-Tech, Green-Tech, Luft- und Raumfahrt sowie Daten und Künstliche Intelligenz vor. Aus Sicht von TU Darmstadt und IHK sollte daraus nun ein leistungsfähiges Deep-Tech-Cluster entstehen, das Forschung, Start-ups, Unternehmen und Investoren enger miteinander vernetzt.
Darmstadt bereits wichtiger Gründungsstandort
„Wir befürworten das Ziel der Start-up-Strategie, aus vielen wertvollen einzelnen Aktivitäten ein integriertes und damit noch stärkeres Start-up-Ökosystem in Hessen zu schaffen“, erklärt TU-Präsidentin Prof. Dr. Tanja Brühl.
Bereits heute gilt Darmstadt als einer der wichtigsten Standorte für wissenschaftsbasierte Technologiegründungen in Hessen. Einrichtungen wie die TU Darmstadt, das Gründungszentrum HIGHEST, das HUB31 und das Raumfahrtzentrum cesah bilden die Grundlage für ein starkes Innovationsnetzwerk.
In den vergangenen zehn Jahren entstanden aus diesem Umfeld mehr als 300 Start-ups. Rund 250 Unternehmen sind weiterhin aktiv und haben gemeinsam etwa 595 Millionen Euro privates Kapital eingeworben. Zu den bekanntesten Darmstädter Gründungen zählen Focused Energy, Wingcopter, Energy Robotics, etalytics und Magnotherm.
Fokus auf Prototypen und Markteinführung
Nach Einschätzung von TU Darmstadt und IHK reicht wissenschaftliche Exzellenz allein jedoch nicht aus. Gerade im Deep-Tech-Bereich seien zusätzliche Strukturen notwendig, um Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte und Unternehmen zu überführen.
Dazu gehören unter anderem Zugang zu Pilotkunden, Investoren, Patentschutz, Testumgebungen sowie Unterstützung bei regulatorischen Fragen. Ein Deep-Tech-Cluster könne diese Angebote bündeln und den Technologietransfer deutlich beschleunigen.
„Für Deep-Tech ist dieser Ort in Hessen Darmstadt“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Robert Lippmann. Nun sei es wichtig, die Ziele der Landesstrategie konkret umzusetzen und die vorhandenen Stärken gezielt auszubauen.
Positive Effekte für die gesamte Region
Von einer weiteren Stärkung des Innovationsstandorts versprechen sich die Beteiligten positive Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaftsregion. Unternehmen könnten leichter Zugang zu neuen Technologien und Talenten erhalten, während Start-ups von industriellen Partnern und ersten Anwendungsfeldern profitieren würden.
In den kommenden Monaten wollen TU Darmstadt, HIGHEST und die IHK gemeinsam mit Unternehmen, Investoren und weiteren Partnern ein konkretes Konzept für ein Darmstädter Deep-Tech-Cluster entwickeln. Ziel ist es, die Region langfristig als international sichtbaren Innovationsstandort zu etablieren.
Auch der Startup-Inkubator FUTURY unterstützt diesen Ansatz. Managing Director Charlie Müller sieht in den Natur- und Ingenieurwissenschaften der Region großes Potenzial für Technologien, die ganze Branchen verändern können. Entscheidend sei, Innovationen möglichst schnell aus den Laboren in die praktische Anwendung zu bringen.
(DARMSTADT – RED/TU/IHK)