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Magazin: da.news

Darmstadt auf Platz zwei beim Entsiegelungswettbewerb

Stadt ruft Bürger zur Teilnahme an „abpflastern“ für mehr Klimaschutz auf

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt beim bundesweiten Entsiegelungswettbewerb „abpflastern“ derzeit auf dem zweiten Platz in der Kategorie der Großstädte. Seit dem Wettbewerbsstart im März wurden nach Angaben der Stadt bereits rund 16.000 Pflastersteine entfernt und Flächen wieder begrünt. Bis zum Ende des Wettbewerbs am 31. Oktober sollen noch viele weitere hinzukommen.

Die Stadt ruft deshalb alle Darmstädterinnen und Darmstädter dazu auf, sich mit eigenen Projekten zu beteiligen. Mitmachen können Privatpersonen ebenso wie Vereine, Unternehmen, Schulen oder öffentliche Einrichtungen. Jede entsiegelte Fläche – unabhängig von ihrer Größe – fließt in die Gesamtwertung der Wissenschaftsstadt ein.

„Es zählt im wahrsten Wortsinn jeder Stein“, betont Klimaschutzdezernent Michael Kolmer. Auch kleine Maßnahmen im eigenen Garten könnten einen Beitrag zum gemeinsamen Ergebnis leisten.

Fotos hochladen und Punkte sammeln

Wer versiegelte Flächen entfernt und begrünt, kann sein Projekt online dokumentieren. Dazu werden Vorher-Nachher-Fotos hochgeladen und ein Formular ausgefüllt. Die erreichten Punkte werden anschließend dem Konto der Wissenschaftsstadt Darmstadt gutgeschrieben.

Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung bietet Interessierten außerdem kostenlose Erstberatungen zu den Themen Entsiegelung und Begrünung an. Für neu gepflanzte heimische Bäume können Fördermöglichkeiten über das Programm „Laub- und Nadelbäume“ genutzt werden.

Bereits mehrere Flächen erfolgreich umgestaltet

Zu den bislang größten Projekten zählen die Entsiegelungen an der Stiftskirche und in der Gundolfstraße. An der Stiftskirche wurden rund 32 Quadratmeter entsiegelt und mit heimischen Stauden sowie Gehölzen bepflanzt. In der Gundolfstraße entstand auf etwa 300 Quadratmetern eine neue Grünfläche mit Stauden, Gehölzen und Blühmischungen als Lebensraum für Insekten und Vögel.

Nach Angaben der Stadt tragen solche Maßnahmen dazu bei, die Umgebung an heißen Tagen durch Schatten und Verdunstung zu kühlen und die Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet zu verbessern.

„Die Flächenentsiegelung ist eine zentrale Maßnahme des Klimaanpassungsplans und die wirksamste Maßnahme zur Reduzierung von Hitze im Stadtgebiet“, erklärt Michael Kolmer. Da viele versiegelte Flächen in privatem Besitz seien, komme der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger eine besondere Bedeutung zu.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zur Teilnahme stellt die Wissenschaftsstadt Darmstadt online bereit.

(DARMSTADT – RED/PSD/jdl)