Darmstadt erinnert an den Widerstand vom 20. Juli
Kranzniederlegung auf dem Waldfriedhof zum Gedenken an die Opfer des NS-Regimes
Mit einer Kranzniederlegung auf dem Waldfriedhof erinnert die Wissenschaftsstadt Darmstadt am Montag, 20. Juli 2026, an die Frauen und Männer des deutschen Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur.
Stadtrat Michael Siebel wird um 11 Uhr an der Gedenkstätte einen Kranz niederlegen. Zu der Gedenkfeier sind Bürgerinnen und Bürger sowie Medienvertreter eingeladen. Treffpunkt ist am Eingang des Waldfriedhofs.
Der 20. Juli erinnert an das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler im Jahr 1944. Zahlreiche Frauen und Männer hatten versucht, Krieg, Terrorherrschaft und die nationalsozialistische Diktatur zu beenden. Nach dem Scheitern des Umsturzversuchs wurden Hunderte Beteiligte und Unterstützer verhaftet, gefoltert und ermordet.
„Der Umsturzversuch des 20. Juli 1944 gehört zu den Höhepunkten der deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte“, erklärt Oberbürgermeister Hanno Benz.
Besonders erinnert die Wissenschaftsstadt an Darmstädter Persönlichkeiten des Widerstands, darunter Wilhelm Leuschner, Carlo Mierendorff, Theodor Haubach, Ludwig und Elisabeth Schwamb, Lily Pringsheim, Elly Deumer und Käthe Kern.
„Wilhelm Leuschner und seine Weggefährten sind auch heute noch leuchtende Vorbilder, die Weitblick und Menschlichkeit bewiesen haben“, so Benz weiter.
Mit der Gedenkveranstaltung will die Stadt an den Mut der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer erinnern und zugleich ein Zeichen für Demokratie, Freiheit und Zivilcourage setzen.
(DARMSTADT – RED/stip/fre)