Vortrag bei GSI und FAIR: Die Hubble-Konstante im Fokus
„Wissenschaft für Alle“ am 25. Februar 2026 im Hybridformat
Wie das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research mitteilen, findet am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 14:00 Uhr der nächste Vortrag der Reihe „Wissenschaft für Alle“ statt. Die Veranstaltung wird im Hybridformat angeboten und kann sowohl vor Ort auf dem Campus als auch online verfolgt werden.
Unter dem Titel „Zwei Werte – ein Universum: Diskrepanzen bei der Bestimmung der Hubble-Konstante“ spricht Dr. Andreas Flörs über eines der derzeit spannendsten Themen der modernen Kosmologie.
Supernovae als kosmisches Maßband
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen sogenannte Kernkollaps-Supernovae – gewaltige Sternexplosionen, die als „kosmisches Maßband“ zur Entfernungsbestimmung im Universum genutzt werden können. Mithilfe neuer Modellierungsmethoden lässt sich ihr Licht verwenden, um die Hubble-Konstante auf einem unabhängigen Weg zu bestimmen.
Damit sollen offene Fragen zur Expansionsrate des Universums geklärt werden. Die sogenannte Hubble-Konstante beschreibt, wie schnell sich das Universum ausdehnt – ein zentrales Thema aktueller astrophysikalischer Forschung.

Zur Person: Dr. Andreas Flörs
Andreas Flörs studierte Physik an der Technische Universität München und schloss sein Studium 2017 ab. Seine Promotion begann er am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching bei München. Während dieser Zeit arbeitete er zwei Jahre an der Europäische Südsternwarte und war an der Beobachtungskampagne der ersten Neutronensternverschmelzung beteiligt.
Für seine 2020 abgeschlossene Promotion erhielt er den Kippenhahn-Preis des Max-Planck-Instituts für Astrophysik. Seit 2019 wirkte er an der Entwicklung von Strahlungstransportmodellen im adH0cc-Kosmologieprogramm mit, das eine unabhängige Messung der Expansionsrate des Universums veröffentlicht hat. Seit 2021 arbeitet er bei GSI und FAIR an Computermodellen zur Struktur schwerer Atome sowie an Strahlungstransportsimulationen für Kilonovae und Supernovae.
(DARMSTADT – RED/GSI)
Beitragsbild: Aufnahme des James Webb Space Telescope, die einen Blick in das frühe Universum ermöglicht. Foto: NASA, ESA, CSA, and STScI