Darmstadt beschließt neue Regeln für Ladesäulen
Einheitliche Richtlinien sollen Ausbau der Elektromobilität beschleunigen
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat neue Richtlinien für den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur beschlossen. Der Magistrat will damit den Ausbau von Ladesäulen vereinfachen und die Elektromobilität gezielt fördern.
Einheitliches Verfahren für Anbieter
Künftig erfolgt der Ausbau auf Grundlage eines klar strukturierten und rechtssicheren Antragsverfahrens. Ziel ist es, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren und Genehmigungen schneller zu ermöglichen.
Die neuen Regelungen schaffen transparente und faire Rahmenbedingungen für private Investoren und Betreiber, die Ladesäulen im öffentlichen Raum errichten möchten. Die Vergabe der Standorte erfolgt dabei anbieteroffen.
Private Betreiber tragen Verantwortung
Nach Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis können Betreiber eigenständig Ladeinfrastruktur installieren und betreiben. Die Kosten für Aufbau, Betrieb und Wartung tragen die jeweiligen Anbieter selbst.
Für Nutzerinnen und Nutzer gilt: Elektrofahrzeuge können die gekennzeichneten Stellplätze während des Ladevorgangs bis zu drei Stunden kostenfrei nutzen. Weitere Kosten richten sich nach den jeweiligen Anbietern.
Ausbau als Teil des Klimaschutzkonzepts
Mit den neuen Richtlinien setzt Darmstadt ein zentrales Ziel seines Klimaschutzkonzepts um. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur gilt als wichtige Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Elektromobilität.
Die Stadt erhebt für die Nutzung öffentlicher Flächen eine Sondernutzungsgebühr, um den Ausbau der Infrastruktur und die Antriebswende zu unterstützen.
(DARMSTADT – RED/PSD/stip)