Warum Monduhren schneller ticken
Vortrag im Landesmuseum erklärt Weltzeit und künftige Zeitmessung auf dem Mond
Wie wird Zeit eigentlich gemessen – und warum vergeht sie auf dem Mond anders als auf der Erde? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Vortrag des Naturwissenschaftlichen Vereins Darmstadt am Mittwoch, 23. September 2026, im Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Dr. Gwendolyn Läufer von der Europäischen Weltraumorganisation ESA gibt dabei Einblicke in moderne Zeitsysteme und die Entwicklung einer künftigen „Mondzeit“.
Die Veranstaltung unter dem Titel „Wenn die Zeit relativ wird: Warum Monduhren schneller ticken“ beginnt um 18 Uhr und dauert bis 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Von der Weltzeit UTC bis zur Mondzeit
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine weltweit einheitliche Zeitmessung funktioniert. Läufer erläutert die Bedeutung der koordinierten Weltzeit UTC und das Zusammenspiel von Atomuhren und Navigationssatelliten.
Dabei spielt auch Darmstadt eine Rolle: Dr. Gwendolyn Läufer arbeitet im Navigation Support Office am Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC der ESA. Dort beschäftigt sie sich mit der präzisen Zeitmessung, die unter anderem für satellitengestützte Navigationssysteme erforderlich ist.
Der Vortrag richtet den Blick zudem über die Erde hinaus. Mit künftigen Missionen zum Mond stellt sich die Frage, wie dort ein eigenes Zeitsystem definiert werden kann. Läufer erläutert, welche Rolle die ESA bei diesen Arbeiten spielt und warum für Aktivitäten auf dem Mond eine präzise gemeinsame Zeitreferenz benötigt wird.
Veranstaltung im Überblick
Vortrag: „Wenn die Zeit relativ wird: Warum Monduhren schneller ticken“
Termin: Mittwoch, 23. September 2026
Zeit: 18 bis 19.30 Uhr
Ort: Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Friedensplatz
Referentin: Dr. Gwendolyn Läufer, ESA/ESOC
Veranstalter: Naturwissenschaftlicher Verein Darmstadt e.V.
Eintritt: kostenfrei
Weitere Informationen gibt es beim Naturwissenschaftlichen Verein Darmstadt.
(DARMSTADT – RED/PM)
Beitragsbild: Winter Moon, ©ESA – C. Vogl