Schuldnerberatung in Darmstadt stärker gefragt
Jahresbericht 2025 verzeichnet 2.234 Beratungen – 169 mehr als im Vorjahr
Die Nachfrage nach Unterstützung bei finanziellen Problemen ist in Darmstadt weiter gestiegen. Das geht aus dem Jahresbericht 2025 der städtischen Schuldner- und Insolvenzberatung hervor, den der Magistrat jetzt zur Kenntnis genommen hat. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2.234 Beratungen durchgeführt. Das waren 169 mehr als 2024.
Die seit 1985 bestehende Beratungsstelle unterstützt Menschen, die mit Schulden oder Überschuldung konfrontiert sind. Neben der Regulierung bestehender Schulden gehören die finanzielle Existenzsicherung, die Beratung zum Pfändungsschutz und die Präventionsarbeit zu ihren Aufgaben.
Mehr als 1.300 Beratungen zur Schuldenregulierung
Von den insgesamt 2.234 Beratungen entfielen 1.338 auf Gespräche mit dem Ziel, bestehende Schulden zu regulieren. In weiteren 555 Fällen handelte es sich um Kurzberatungen, bei denen die Bewältigung akuter finanzieller Krisen im Mittelpunkt stand. Dabei ging es insbesondere um die Sicherung des Lebensunterhalts und den Schutz vor Zwangsvollstreckungsmaßnahmen.
Weitere 341 Beratungen erfolgten telefonisch oder per E-Mail. Darüber hinaus stellte die Beratungsstelle 245 Bescheinigungen über erhöhte Pfändungsfreibeträge bei Kontopfändungen aus.
Frühzeitige Hilfe soll schwerwiegende Folgen verhindern
Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Barbara Akdeniz sieht in der steigenden Nachfrage einen Beleg für die Bedeutung des kommunalen Beratungsangebots.
„Wenn immer mehr Menschen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer finanziellen Situation suchen, ist eine gut erreichbare und verlässliche Schuldnerberatung unverzichtbar“, erklärt Akdeniz.
Überschuldung könne die gesellschaftliche Teilhabe einschränken, persönliche Krisen verschärfen und im schlimmsten Fall zum Verlust der Wohnung führen. Eine frühzeitige Beratung könne helfen, solche Entwicklungen zu verhindern und finanzielle Stabilität zurückzugewinnen.
Nach Einschätzung der Sozialdezernentin trägt die Beratung zudem dazu bei, langfristige soziale Folgekosten zu vermeiden und die Abhängigkeit von Sozialleistungen zu reduzieren.
Neue Leiterin ermutigt Betroffene, Hilfe zu suchen
Larissa Gregarek hat die Leitung der städtischen Schuldner- und Insolvenzberatung übernommen. Sie betont, dass finanzielle Schwierigkeiten Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen treffen können.
„Die Auslöser für finanzielle Probleme können ganz individuell sein und jede und jeden von uns treffen“, erklärt Gregarek. Das Team unterstütze Bürgerinnen und Bürger dabei, wieder einen Überblick über ihre finanzielle Situation zu gewinnen und Wege aus der Krise zu entwickeln.
Wer Fragen habe oder Unterstützung benötige, könne sich an die Beratungsstelle wenden. Gemeinsam werde die jeweilige Situation betrachtet und nach geeigneten Lösungen gesucht.
Kontakt zur Schuldner- und Insolvenzberatung
Amt für Soziales und Prävention
Abteilung Schuldner- und Insolvenzberatung
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt
Telefon: 06151 13-3496
E-Mail: schuldnerberatung@darmstadt.de
(DARMSTADT – RED/PSD/acl/stip)