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Magazin: da.news

Darmstadt verbietet Wasserentnahme aus Bächen, Seen und Teichen

Allgemeinverfügung tritt am 27. Juni in Kraft – Schutz der Gewässer wegen anhaltender Trockenheit

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt untersagt ab Samstag, 27. Juni, bis auf Weiteres die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern. Wie die Stadt mitteilt, wird aufgrund der anhaltenden Hitze, Trockenheit und der sinkenden Wasserstände eine Allgemeinverfügung erlassen. Das Vorgehen wurde mit dem benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg abgestimmt.

Betroffen sind Bäche, Teiche und Seen im Stadtgebiet. Ziel der Maßnahme ist es, die Gewässer und ihre Tier- und Pflanzenwelt vor den Folgen der anhaltenden Trockenheit zu schützen.

Schutz für Tiere und Pflanzen

„Aufgrund der aktuellen Wetterlage fallen die Wasserstände der Bäche unter die Marke des kritischen Niedrigwasserabflusses. Wir möchten mit dieser Regelung ein weiteres Absinken der Wasserstände im Stadtgebiet begrenzen. Dies ist für den Schutz unserer Gewässer und vor allem für die Tier- und Pflanzenwelt in und an den Gewässern von hoher Bedeutung, denn die niedrigen Wasserstände in Kombination mit der Erwärmung der Gewässer verschlechtern die Lebensbedingungen für diese sehr schnell“, erklärt Umweltdezernent Michael Kolmer.

Von der Allgemeinverfügung ausgenommen bleiben das Tränken von Vieh sowie das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen im Rahmen des Gemeingebrauchs. Ebenfalls nicht betroffen sind genehmigte Gewässernutzungen auf Grundlage wasserrechtlicher Erlaubnisse, Bewilligungen oder bestehender Altrechte.

Stadt ruft zum sparsamen Umgang mit Wasser auf

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt appelliert zudem an die Bevölkerung, Wasser möglichst sparsam zu verwenden. Auf das Bewässern von Rasenflächen könne in vielen Fällen verzichtet werden, da sich diese nach Trockenperioden meist schnell erholen.

Empfindliche Pflanzen sollten möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden gegossen werden, um Verdunstungsverluste zu minimieren. Dabei empfiehlt die Stadt, gezielt den Boden und nicht die Blätter zu bewässern. So lassen sich auch Pilzbefall und Schäden durch starke Sonneneinstrahlung vermeiden. Wo möglich, sollte gesammeltes Regenwasser genutzt werden.

Weitere Informationen und Tipps zur Regenwassernutzung stellt das Umweltbundesamt bereit.

(DARMSTADT – RED/PSD/stip)