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Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft

Der Bericht zeigt, wie kommunale Unternehmen zu Klima- und Umweltschutz sowie gemeinwohlorientiertem Wirtschaften beigetragen haben, nennt Verbräuche und stellt erstmals Bezug zu den 17 UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung her.

Sie vergrößern das Angebot an Ökostrom, investieren in die energetische Sanierung von Immobilien, schaffen bezahlbaren Wohnraum und integrieren Elektrofahrzeuge in den Fuhrpark: Die Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft engagieren sich innerhalb ihrer Geschäftsmodelle für Klimaschutz und eine Nachhaltige Entwicklung.

Einblick in die Zahlen und Aktivitäten der Geschäftsjahre 2016 und 2017 gibt der erste Nachhaltigkeitsbericht der Darmstädter Stadtwirtschaft, den die HEAG für die Herausgeberin Wissenschaftsstadt Darmstadt erstellt hat und der am 02. September gemeinsam präsentiert wurde.

„Indem unsere kommunalen Unternehmen ihre wirtschaftlichen Interessen mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbinden, leisten sie einen Beitrag für eine zukunftsfähige Stadt, auch für kommende Generationen von Darmstädterinnen und Darmstädtern. Der Anspruch, sich aktiv an der nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Region zu beteiligen, ist fest im unternehmerischen Selbstverständnis der Stadtwirtschaft verankert und die Basis, auf der unsere nachhaltige Daseinsvorsorge aufbaut“,
sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch.

Verbräuche, öffentlicher Mehrwert und Beiträge zu UN-Zielen im Fokus

Die Angaben im Nachhaltigkeitsbericht basieren auf Daten der wesentlichen Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie geben unter anderem Auskunft über den Energieverbrauch durch stationäre Verbrennung, Treibstoffverbrauch, Stromverbrauch und die Fernwärmenutzung im Berichtszeitraum. Weitere umweltrelevante Indikatoren – etwa der prozentuale Anteil klimaneutralen Erdgases und die Ökostromquote – sind in die Auswertungen mit eingeflossen. Unter der Überschrift „Public Value – Mehrwert für Darmstadt“ richtet der Nachhaltigkeitsbericht seinen Fokus auf die lokale und regionale Wertschöpfung, das gesellschaftliche Engagement, den Einbezug der Öffentlichkeit und die Förderung der Gründungsregion. Zudem veranschaulicht er die Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen sowie die der regionalen Wertschöpfung von 2012 bis 2017 und nennt Good-Practice-Beispiele für klimabewusstes und gemeinwohlorientiertes Wirtschaften.

„Neu ist, dass wir die Aktivitäten der Darmstädter Stadtwirtschaft aus der Perspektive der Vereinten Nationen (UN) betrachten und aufzeigen, wie diese dazu beitragen, die 17 UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Mit dieser inhaltlichen Erweiterung ging auch die Umbenennung des Klimaberichts in Nachhaltigkeitsbericht einher“,
sagten die HEAG-Vorstände Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek.

Stadtwirtschaft geht mit guten Beispielen voran

Um zu verdeutlichen, wie die Good-Practice-Beispiele der kommunalen Unternehmen mit den UN-Zielen zusammenhängen, werden diese im Bericht einander zugeordnet: So unterstützte die ENTEGA mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge innerhalb des Projekts „Elektromobilität in Südhessen“ unter anderem die Ziele „Maßnahmen zum Klimaschutz“ sowie „Industrie, Innovation und Infrastruktur“. Der „MobiCheck“ von HEAG mobilo, der das individuelle Mobilitätsverhalten analysiert, förderte zum Beispiel das Ziel „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ während der bauverein durch energetische Gebäudesanierung und den Einsatz natürlicher Dämmmaterialien positiv zum Ziel „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ beitrug. Auch die Angebote der HEAG lassen sich mit den UN-Zielen verknüpfen. Dazu zählen sowohl das HEAG-Vereinscoaching als auch das Stadtwirtschaftsportal www.darmstadtimherzen.de, die beide am Ziel „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“ arbeiteten. Von großer Bedeutung für die Darmstädter Stadtwirtschaft ist auch das Ziel „Partnerschaften zur Erreichung der Ziele“. „Wir freuen, dass dieses Ziel in Darmstadt bereits gelebt wird. Die Zusammenarbeit der Unternehmen der Stadtwirtschaft, die Förderung der regionalen Wertschöpfung und die Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft haben mit dazu beigetragen, dass Darmstadt zum vierten Mal in Folge die Zukunftsstadt Nr. 1 in Deutschland ist“, erklärten die HEAG-Vorstände Prof. Dr. Klaus-Michael Ahrend und Dr. Markus Hoschek.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Partsch sind die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung auch ein Wegweiser für die Stadtwirtschaft:
„Sie artikulieren deutlich, in welchen Bereichen gesamtgesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht, um aktuelle Herausforderungen zu lösen. Damit geben sie uns wichtige Impulse, die wir nutzen, um die Geschäftsfelder der städtischen Unternehmen im Sinne einer nachhaltigen Daseinsvorsorge weiterzuentwickeln.“

Beispielhaft dafür stünden auch die gerade beschlossene Einführung der Mietpreisdämpfung, die Ausweitung des Sozialwohnungsbaus, der Ausbau des ÖPNV-Angebots sowie die seit Jahren praktizierte, ausschließliche Nutzung von Ökostrom und Ökogas durch die Unternehmen der Stadtwirtschaft.

 

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